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Wie entkomme ich der Negativität?

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Die Ozeane sind voller Plastik, in Syrien ist noch immer Krieg, an den Grenzen der Welt spielen sich menschliche Tragödien ab. Die deutsche Regierung ist zerstritten, aus der Tierhaltung sieht man grauenhafte Bilder, ein Handelskrieg hat auch begonnen. Für manche ist es schwer geworden, noch das Gute in der Welt zu sehen. Schlechte Nachrichten überall, und da sind persönliche Probleme und berufliche Konflikte noch nicht einmal dabei.

Doch dauerhafte Negativität hat einen hohen Preis: Sie schadet der eigenen Lebensqualität und Gesundheit, belastet persönliche und berufliche Beziehungen und führt zu wenig praktischen Handlungen, die tatsächlich etwas verbessern. Negativität ist ein dunkler Schatten über allem und auch eine schlechte Angewohnheit. Hier einige Gedanken, wie Sie Ihre positive Wahrnehmung stärken können, wenn es Ihnen selbst zu viel wird.

Machen Sie sich klar, dass Sie immer nur einen Ausschnitt sehen

Wer in eine Zeitung blickt, sich durch eine beliebige Nachrichtenseite klickt, Facebook oder Twitter durchscrollt, wird von einer Flut an negativen Nachrichten überwältigt. Kriege, Unglücke, Natur- und Umweltkatastrophen, menschliche Dramen an immer neuen Orten. All das ist wahr, gleichzeitig aber doch nur ein Ausschnitt. Andernorts sind die Dinge gleichzeitig sehr gut, oft besser als je zuvor. Ständige Negativität ignoriert diese Seite, damit eine Hälfte der Realität.

Um aus dieser verengten Wahrnehmung auszubrechen, gibt es verschiedene Wege. Wer eher intellektuell vorgeht, sieht sich vielleicht einmal Statistiken zum Zustand der Welt an, die recht klar zeigen, dass sie sich in vielen Aspekten deutlich verbessert hat. Andere wählen den emotionalen Weg, indem sie sich mit den schönen Alltäglichkeiten des Lebens – Natur, Familie, Freunde – daran erinnern, dass zwar nicht alles gut, aber eben auch nicht alles schlecht ist.

Überlegen Sie sich, was Sie sich wirklich zu eigen machen wollen

Es gibt viele Seiten, die daran interessiert sind, ständig neue Negativität in Ihr Leben zu tragen. Medien kämpfen um Ihre Aufmerksamkeit und Verkaufs- und Werbeeinnahmen, Politiker um Ihre Stimme und Unterstützung. Für „Nonprofits“, nicht selten millionenschwere Unternehmungen, ist das Mission und Existenzgrundlage zugleich. Das ist vollkommen in Ordnung, zeigt aber auch, dass das nicht unbedingt auch in Ihrem eigenen Interesse ist.

Die offen ausgesprochene oder unterschwellige Suggestion ist vielfach: Wenn Du jetzt hier wegschaust, machst Du Dich mitschuldig. Das ist in den allermeisten Fällen falsch und manipulativ. Wählen Sie also gezielt aus, wie viel professionell gemanagte Negativität Sie in Ihr Leben lassen wollen, beispielsweise über ihren eigenen Medienkonsum – aber auch über Freunde und Experten. Selbstverständlich steht es jedem frei, sich in Umfeldern aufzuhalten, die durchtränkt sind von Negativität: Vorwürfe, Beschimpfungen, Unterstellungen und Untergangsszenarien (und das findet sich in allen weltanschaulichen Lagern). Das wird Sie zwar in bestimmten Ansichten bestätigen, gleichzeitig einen Tunnelblick verstärken.

Bedenken Sie den Preis der Negativität für sich und andere

Nur die wenigsten Menschen werden behaupten, dass die Welt besser würde, wenn nur mehr Leute schimpfen, sich beklagen und anderen Vorwürfen machen würden. Der Preis von Negativität ist hoch: Sie verdirbt die eigene Lebensqualität und langfristig auch die Gesundheit. Zudem belastet sie Beziehungen mit Partnern, Freunden und Kollegen. Wer ist schon gern mit Menschen zusammen, die sich verbittert, streitsüchtig oder rechthaberisch verhalten?

Vor allem aber führt Negativität langfristig zu Erschöpfung und Apathie, denn welchen Sinn hat es noch, selbst aktiv zu werden, wenn sowieso alles eine Katastrophe ist? Wer ständig negativ ist, verengt damit seinen Blick auf mögliche Optionen und sieht weniger Chancen, erfolgreich zu sein – verändert selbst aber nichts. Wenn Sie beispielsweise auf Facebook pausenlos wütende offene Briefe an den US-Präsidenten schreiben, nerven Sie hauptsächlich Ihre Freunde, ansonsten machen Sie höchstens Ihrem Frust Luft.

Entscheiden Sie, wo Sie einen echten Beitrag leisten können

Selbstverständlich soll das nicht einem Fatalismus das Wort reden – hinnehmen, wie die Welt eben ist, und sich ins beschauliche Privatleben zurückziehen. Stattdessen geht es darum zu prüfen, wo Sie überhaupt sinnvoll einen Beitrag leisten können. Beispiel: Wenn Plastik in Ozeanen hauptsächlich von fünf asiatischen Ländern verursacht wird – welchen Effekt haben dann wütende Appelle an Ihre deutschen Facebook-Freunde? Bestenfalls können Sie darauf achten, Ihren Picknick-Müll im Stadtpark immer mitzunehmen.

Falls Ihnen ein bestimmtes Thema wichtig ist, prüfen Sie also, inwieweit Sie überhaupt sinnvoll einen Beitrag leisten können. Wenn ja, tun Sie es, anstatt darüber zu reden oder andere dazu aufzufordern. Ihre Möglichkeiten sind unendlich: Ehrenämter, Vereine, Parteien und andere Organisationen bieten sich an, aber auch private Initiativen. Nicht nur, dass Sie damit tatsächlich etwas zum Besseren wenden, Sie lenken die starken Kräfte der Negativität zu einer positiven Handlung um und fühlen sich deutlich besser.

Reflektieren Sie, warum Sie so viel Negativität in Ihr Leben lassen

Eine interessante Frage ist die Reflektion, warum Sie überhaupt so viel Negativität in Ihr Leben lassen. Die oberflächlichen Antworten bewegen sich im Bereich von „Ich kann doch nicht wegschauen, wenn es anderen schlecht geht“ bis „Das geht uns alle etwas an“. Wer sich etwas tiefergehend damit beschäftigt, stößt oft auf andere Motive, etwa das Gefühl, selbst Opfer von Ungerechtigkeiten zu sein und sich von eigenen Frustrationen und Enttäuschungen ablenken zu müssen, um überhaupt durch den Alltag zu kommen.

Ein wichtiger Faktor ist hier die Wahrnehmung, was Ihnen gut tut. Wenn Sie sich nach jedem Besuch auf Twitter erschöpft, wütend oder müde fühlen, sollten Sie möglicherweise die Plattform oder die Freizeitbeschäftigung wechseln. Das setzt aber die Fähigkeit voraus, eigene Bedürfnisse zu erkennen und ihnen nachzukommen, auch wenn starke Stimmen das Gegenteil einfordern – also zuerst für sich selbst sorgen zu können.

Die beste Methode, Negativität loszuwerden ist, nicht mehr zu bekämpfen, was einen stört, sondern das zu fördern, was einem gefällt. Praktisch bedeutet das: Die eigenen Ressourcen umzulenken – Aufmerksamkeit, Zeit, Geld. Beispiel: Schimpfen Sie nicht auf industrielle Landwirtschaft, wenn Sie sie verwerflich finden. Kaufen Sie ohne großes Drama auf Facebook beim Bauern und respektieren Sie, das andere bisher oder dauerhaft anders denken. Sie werden nicht nur selbst ruhiger und entspannter leben, sondern andere wirkungsvoller als als jede andere Art überzeugen – durch Ihr Vorbild.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Kress.de.

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