4 Veränderungen, die dir sofort einen Energieschub geben

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Wie kommt es, dass manche so viel erledigen und erreichen, während andere nicht von der Stelle kommen? Diese Frage stellt sich, wenn man bedenkt, dass der Tag am Ende für jeden 24 Stunden hat. Da geht es dem CEO nicht anders als dem Hausmeister. Viele Faktoren spielen natürlich eine Rolle. Aber bestimmte Verhaltensweisen sind ganz besondere Energieräuber. Sie verhindern, dass du deine begrenzten Ressourcen so effektiv wie möglich einsetzt. Hier vier Veränderungen, die dir sofort einen Energieschub geben.

Energieschub 1: So wenig wie möglich jammern

Nichts raubt mehr Energie als das Gefühl, hilflos etwas ausgeliefert zu sein. Beispiel: In einem anstrengenden Job ohne Perspektive festzusitzen, während das Management immer neue Sparrunden durchzieht. Selbst hat man aber trotz mehrerer Versuche bisher keine Alternative gefunden. Da liegt es nahe, sich über andere zu ärgern (“Der Vorstand ist eiskalt, dem geht es nur um die Zahlen”). Über die Branche (“Geht ja überall abwärts”) oder auch sich selbst (“Wieso habe ich nichts anderes gelernt?”) zu klagen oder ganz zu resignieren.

Das ist verständlich, frustriert aber nur noch mehr. Die bessere Strategie: Verkneife dir Jammern in allen Ausprägungen, wo immer Du nur kannst. Möglichst keine Vorwürfe, Anklagen, demonstrative Seufzer, verbitterte Monologe. Dafür musst du eine Grundhaltung ablegen: Dass du anderen oder den Umständen ausgeliefert bist. Was du stattdessen tun solltest: Kompletter Fokus auf deinen Exit aus dieser Situation. Kümmere dich also um Bewerbungen, Networking, eine Selbstständigkeit, anfangs vielleicht nur nebenberuflich. Oder auch Umzugspläne, wenn du am Wohnort zu wenige Chancen siehst oder sowieso deinen Lebensstil verändern möchtest.

Energieschub 2: Sich weniger mit anderen anlegen

Ähnlich anstrengend ist es, sich in Konflikten aufzureiben. Im Grunde ist meist gar nichts zu gewinnen. Beispiel: Dein Chef entscheidet ständig anders, als du es richtig findest. Du streitest dich regelmäßig mit ihm herum. Selbst fühlst Du dich von ihm ungerecht beurteilt und rechtfertigst dich deshalb oft. Da ist es fast unvermeidbar, den anderen herabzusetzen, sei es gedanklich oder vor anderen Kollegen (“Der hat ja gar keine Ahnung!”). Folge: Deine Beziehungen verschlechtern sich weiter. Die Frustration steigt nur noch.

Auch hier ist deine Verärgerung nachvollziehbar. Du machst Dir damit aber höchstens mehr Gegner und überzeugst niemanden. Besser: Verkneife dir scharfe Worte – Angriffe, Vorwürfe, Verteidigungsreden. Welche Grundhaltung du dafür ablegen musst: Dass du für dich selbst kämpfen musst, weil es sonst keiner tut. Was du stattdessen tun solltest: Suche nach Gemeinsamkeiten mit den Mitmenschen, die scheinbar “ganz anders” als Du selbst sind. Versuche sie zu verstehen. Oft genügt das schon für eine Allianz auf Zeit, nicht selten sogar für eine unerwartete Verbundenheit.

Energieschub 3: Alltagsfluchten reduzieren

Sehr verständlich ist es, sich in schwierigen Lebenslagen trösten zu wollen, sich wenigstens “etwas zu gönnen”, wenn auch sonst alles schiefgeht. Beispiel: Der Job nervt furchtbar, ohne regelmäßige Wellness-Wochenende und Urlaube, die immer etwas zu teuer geraten, würdest du ihn gar nicht durchhalten. Dummerweise tragen genau diese Kosten dazu bei, dass du keinen Job-Wechsel riskieren willst. Oder du suchst nach Angeboten, die es so auf dem Arbeitsmarkt nicht gibt – besserer Job mit mehr Gehalt ohne Umzug und Risiken.

Alltagsfluchten gehören zu den größten Bremsen für Angestellte. Sie lenken ab, haben aber Nebenwirkungen von Schulden (Dispo) bis Übergewicht. Besser: Gehe, wenn immer möglich, die Ursache deines Unwohlseins an. Welche Grundhaltung du dafür ablegen musst: Dass es irgendwann automatisch besser wird, wenn Du nur lange genug durchhältst. Was du stattdessen tun solltest: Schichte dein Budget um, so weit du es schaffst. Mal eine Kurzreise streichen, den Urlaub eine Nummer kleiner oder nicht ganz so oft ins Restaurant. Investiere dafür mehr Zeit, Geld und Kraft in Deine Zukunft.

Energieschub 4: Sich mehr um sich selbst kümmern

Eine weitere beliebte Vermeidungstaktik ist es, sich ständig um alle anderen kümmern zu wollen – als hätte man nicht genug eigene Baustellen. Beispiel: Finanzielle Verpflichtungen für Partner übernehmen (z. B. für deren Geschäftsideen), die man selbst nie eingegangen wäre und die man sich eigentlich auch nicht leisten kann. Die Dankbarkeit dafür währt meist nur kurz. Mittelfristig entmündigt ständiges Helfen die anderen, überlastet dich selbst. Vor allem aber sorgt es dafür, dass deine eigenen Probleme immer wieder hintenan stehen.

Selbstverständlich gehört Unterstützung zu jeder beruflichen und privaten Beziehung. Falls du allerdings immer derjenige bist, der hilft, hast du keine Beziehung, sondern ein Pflegeverhältnis. Lerne mehr darauf zu vertrauen, dass die anderen auch eigene Ressourcen haben. Welche Grundhaltung du dafür ablegen musst: Dass die anderen nicht ohne dich klarkommen werden. Was Du stattdessen tun solltest: Helfe immer nur für eine begrenzte Zeit und wenn es wirklich notwendig ist. Nur so regst du andere dazu an, eigenen Kapazitäten zu nutzen und nicht immer zu dir zu kommen.

Keine dieser vier Veränderungen ist leicht. Es braucht jedes Mal ein bisschen Umdenken und ein wenig Überwindung im konkreten Moment. Mit der Zeit wird daraus aber auch eine neue Gewohnheit und zunehmend selbstsichere Routine. Jede kleine Entscheidung, es diesmal anders zu machen, trägt dazu bei. Urteile also nicht zu hart über dich selbst, wenn Du wieder einmal merkst, wie schwer es doch ist, bestimmte Verhaltensweisen zu ändern. Jeder kleine Schritt in diese Richtung bringt dich schlussendlich doch voran.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Kress.de.

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