Was du bis Jahresende noch für deine Karriere tun solltest

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In den letzten Wochen vor dem Jahresende wird es meist hektisch. Viele knapp besetzte Redaktionen lassen für die Feiertage vorproduzieren. Auch privat ist einiges zu erledigen. Von Geschenken über Essenseinkäufe bis zu Familienbesuchen. Dabei gerät in den Hintergrund, dass der Dezember ein entscheidender Monat ist, um sich mit seinen Finanzen zu beschäftigen und in seine Karriere zu investieren.

Mit ein wenig Überlegung lassen sich gleich mehrere Vorteile erzielen, wenn du beruflich bedingte Ausgaben für 2020 noch in diesem Monat planst. Du kannst damit deine Steuerlast für 2019 reduzieren, dir für diese Ausgaben eine frühere Rückerstattung vom Finanzamt sichern und eventuelle Rabatte nutzen. Vor allem aber gehe mit einem ersten Plan ins neue Jahr: Was genau nimmst du dir vor, um dich weiterzuentwickeln?

Vieles geleistet, was fast schon wieder vergessen ist

Ich habe mir angewöhnt, die letzten Wochen des Jahres für einen Rückblick zu nutzen. Ich bereite in aller Ruhe die Steuererklärung vor, meist an den eher stillen Tagen zwischen den Jahren. Die Erklärung selbst kann zwar erst im folgenden Frühjahr abgegeben werden, wenn die Lohnsteuerbescheinigung des Arbeitgebers vorliegt, ist damit aber schon bereit.

Dieser frühe Blick auf die Unterlagen des ablaufenden Jahres ruft eindrucksvoll in Erinnerung, was man doch alles geschafft hat. Schien das Jahr im Rückblick vielleicht so, als wäre es „nichts Besonderes“ gewesen, zeigt das Sichten, Ausdrucken, Kopieren und Ordnen der Abrechnungen, Belege und Kalendereinträge, das es doch nicht so war.

Als Angestellter in die Karriere investieren

Gleichzeitig erlaubt diese frühe Bestandsaufnahme, noch Investitionen im aktuellen Jahr zu tätigen, um die Kosten mit der Steuererklärung 2019 abzusetzen. Für einen angestellten Medienprofi können das zum Beispiel sein: Neuer Laptop oder Drucker, neue persönliche Visitenkarten, Fotos für Bewerbungen und das LinkedIn-Profil oder eine verbesserte eigene Internetseite.

Planbare beruflich bedingte Reisen, etwa für Vorstellungstermine, Veranstaltungen oder allgemeines Networking lassen sich ebenfalls vorab buchen und bezahlen. Soweit das eben für dich sinnvoll und möglich ist. Was du 2019 noch erledigst, kann auch noch in die Steuer für dieses Jahr. Zudem ist es bei frühen Buchungen – beispielsweise für Branchentreffen wie den European Publishing Congress im Mai in Wien – möglich, Frühbucherrabatte zu nutzen.

Auch Weiterbildungen, Coachings und Trainings lassen sich vorab buchen, um sie noch für 2019 als Werbungskosten steuerlich geltend zu machen. Damit kannst du von einer früheren Rückerstattung durch das Finanzamt profitieren. Mach dir Gedanken, was dir helfen würde, deine Ziele zu erreichen oder diese überhaupt erst einmal herauszufinden.

Etwas anderer Fokus für Selbstständige

Für freiberufliche Medienprofis und für alle mit einer nebenberuflichen Selbständigkeit liegt der Fokus der Investitionen häufig eher auf neuem Equipment. Etwa einem neuen Rechner oder Fotoausrüstung, Waren oder Vorprodukten, die sie im neuen Jahr weiterverkaufen wollen. Oder Marketing-Materialien wie Broschüren oder Flyer. Selbst für Einzelunternehmer (z. B. freie Journalisten) empfiehlt sich zumindest eine grobe Investitionsplanung, um Steuern zu sparen, aber gleichzeitig liquide zu bleiben.

Möglicherweise hast du bisher gar keine beruflich bedingten Ausgaben, die du absetzen könntest. Das ist nicht ungewöhnlich, kann aber Anlass zum Nachdenken sein. Wer nicht in sich und seine Karriere investiert, wird irgendwann den Anschluss verlieren. Diverse Studien zeigen, dass eine Investition in sich selbst langfristig die besten Zinsen einbringt. Sowohl durch ein höheres Einkommen wie durch ein niedrigeres Risiko, arbeitslos zu werden.

Verfalle jetzt aber nicht in hektischen Aktionismus. Da die Mittel begrenzt sind, starte immer zuerst mit einer Bedarfsanalyse: Wo möchtest du dich 2020 verbessern und was ist dafür wirklich nötig? So lassen sich oft mit überschaubaren Ausgaben echte Veränderungen erreichen, die deinen beruflichen Kurs langfristig verändern.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Kress.de.

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